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Drei heisse Poster

sind jetzt frisch im Shop und die neuen Poster beschreiben eine wirklich bunte Mischung aus Musikstilen. Ich komme wohl nicht drumherum, mir noch ein solches Mixtape zusammenzustellen, bevor ich mich in die Sommerpause verabschiede.

Aus einer ganz finsteren Zeit stammt das Cover einer amerikanischen Illustrierten welche mir für das Best Coast Poster Inspiration lieferte. Anfang der 30er Jahre steckte nicht nur der amerikanische Karren schon einmal ganz schön im Dreck und man schaute geschaudert und fasziniert zugleich auf die Entwicklungen in Hitlerdeutschland und sah sich mit einer Propagandamaschine ungekannten Ausmasses konfrontiert. Dieses Cover zeigte eine in Riefenstahlscher Perspektive fotografierte Strandszene, die ich - ohne weitere Gedanken auf einen Entwurf zu verschwenden - direkt für das Best Coast Poster nachzeichnete. Aus dem heile Welt Kontext herausgenommen strahlt das Poster jetzt eine einwandfreie Beach Boys Atmosphäre aus. Es gehört in jedes anständig gepackte Urlaubsgepäck!

Der Elefant auf dem neuen Pearl Jam Poster (Berlin, Wuhlheide, 6/2010) ist mit vier verschieden, transparenten Weisstönen auf schwarzen Karton gedruckt. Zuvor wurde jede dieser Schichten sehr aufwendig von Hand gezeichnet, besser: gepunktet. Das fertige Poster hat dadurch eine enorme Tiefe bekommen. (FlickrLink:Pearl Jam). Meine Gründe für das Pearl Jam Poster  einen halben Elefanten zu nehmen waren nicht Afrika und die Fussball WM, sondern, wie sich meine Kollegen auszudrücken pflegen, auf einer anderen Metaebene...  

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Erstens kommt es anders...

...und zweitens als man denkt. Nach Abschiedsparty, Umzugskartons packen, Visitenkarten mit neuer Adresse drucken und diversen Vorbereitungen auf einen grossen Umzug – bleibt nun doch alles beim Alten. In letzter Minute hab ich mich doch noch von den Vorzügen einer Modernisierung meiner Werkstatträume und den damit verbundenen Strapazen überzeugen lassen. Und ehrlich nachgedacht: eine Terrasse ist nicht uebel.

Da hatte ich also unerwartet viel Zeit fuer Kunst und Drucke – und rausgekommen sind vier aufwendige Poster von denen ich hier kurz berichten will: Wolfmother, die Australopetiken des R’n’R’, legten im Januar ihre Eier in 3 deutschen Nestern ab und werden dann im Mai zur grossen Europatour ihre Brut besuchen kommen. Das Poster zur Januartour wurde mit Hilfe eines bekannten Italieners gestaltet und mit nur zwei Sieben – beige und 7farbigem Irisdruck -  in Regenbogenfarben gedruckt.

Im  verträumten Lingen treibt angeblich ein Karpatenhund sein Unwesen und verschleppt die Jungfrauen des Staedtchens in einen ungeheuren „Alten Schlachthof“ – der am Ende so schlimm doch nicht sein kann: wurde er doch von den INTRO Lesern zum besten Liveclub des Jahres gewählt. Das neue Poster zeigt einen Schnappschuss des Karpatenhundes mit Jungfrau...

Die Galerie 1988 in Los Angeles und OMG haben eine Ausstellung mit Postern, die ein herausragendes Sportereignis zum Thema haben, ins Leben gerufen. Die Fussballweltmeisterschaft der Frauen im Jahre 2006 – ausgerechnet in Amerika/Nord und ganz speziell das Endspiel, Deutschland – Schweden, aus dem die deutschen Damen als Weltmeisterinnen hervorgingen ist Thema meines Beitrags fuer diese Schau. Wenn die Amis noch welche uebrig lassen, gibt’s die dann bald hier im Shop.

Mein zweiter Kunstdruck zeigt schon wieder eine Reiterin – hmm – diesmal allerdings auf einer weniger wuschligen Rakete. Das Rocket Girl ist mein Beitrag zum diesjährigen Dresdner Hutball. Auch hier werden es wohl nur ein paar wenige Exemplare in den Shop schaffen.

 

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Die Tage sind gezählt...

bis die Douze Werkstatt ihre Pforten zum letzten Mal öffnet, um sie dann für immer zu schließen. Manchmal muss man sich von Altem trennen um Neuem Platz zu machen: in meinem Fall einer neuen Werkstatt! Anfang 2010 zieht das Douze Studio in eine größere Werkstatt um! Es wird dort regelmässig kleine Postershows und Ausstellungen in einem Showroom geben. Genauere Informationen gibt’s dann regelmäßig per eMail und hier aufm Schirm. Apropos Neuem Platz machen:  lange Winterabende eignen sich gut dazu, den gewohnten Anblick der heimischen Wände wieder einmal zu verändern. Und hier findet Ihr das geeignete Material dazu!

Die Poster, die in den letzten Tagen den Trockenstapler verlassen haben, gehören wohl zu den letzten aus der alten, dunklen Manufaktur. Sie sind ausserdem eine Reise durch die Geschichte des Rock - auch aus diesem Grund quasi vom ersten Tage an antik: Mindestens Mittelalter sind The Sonics die für ein Konzert nach Deutschland kamen. Eine klasse Band – bei der wir bis heute leider vergeblich auf einen Durchbruch warten: „Das Problem der Band war niemals ihre Musik – sondern ihr Timing. Damals, in den Sechzigern, waren die Sonics ihrer Zeit um mindestens zehn Jahre voraus. Heute, im 21. Jahrhundert, ist es für sie gut dreißig Jahre zu spät.“ (Bodo Mrozek) Das Poster zur einzigen Show in Deutschland ist mit Kupferspan gedruckt und bietet außerdem einen überraschenden Anblick, wenn im Zimmer das Licht ausgeht…

Gut zwanzig Jahre nach den Sonics erfanden Mudhoney einen Sound, der später mit Grunge bezeichnet worden ist. Mit meinem Freund Kempe (Plattenladen Whispers/Leipzig) philosophierend, was den Grunge denn wirklich ausmache, war die Antwort eindeutig: Holzfällerhemden! Frisch gewaschen und gebügelt kommen Mudhoney heute aus dem Schrank – für jeden Farbgeschmack, jetzt im Shop.

Eine Astronautin besteigt die Rakete. Offensichtlich inspiriert von Mette Lindberg, der charismatischen Frontfrau der dänischen Band Asteroids Galaxy Tour, zeichnete und druckte ich den zweiten Teil meiner PinUp-Serie. Ein Cowgirl mit nem 9mm Eisen im Gürtel, das dem Delinquenten zuzwinkert, wirbt auf dem dritten und letzten Poster der PinUp-Serie, recht passend für das verheerende Revolverfest mit den derben Deadbolt, den extra aus Stockholm angereisten Sewergrooves und den Dresdner Metalrockern Gorilla Monsoon  Danach waren alle drei Tage krank.

Meine französische Kollegin TANXXX organisierte eine Posterserie für die amerikanischen Stoner-Metaler Keelhaul welche kürzlich durch Europa tourten. Das Lissaboner Publikum durfte sich von Keelhaul und Circle die Planken putzen lassen um sich dann mit ISIS eine finale Runde um den Keel zu drehen. Ganz in Seemannstradition hat der einäugige Smutje die Aktion mit seiner Quetschkommode begleitet, haargenau wie auf meinem Poster abgebildet.

Alle Jahre wieder jagt King Buzzo seine Herde durch die Stadt. Ja, die Melvins ziehen wieder eine Spur der Verwüstung durch Europa! Und das lockt die Jünger Melvins in dunkle Clubs um dann mit viel Getöse eine Messe zu zellebrieren, wie sie sonst selten zu erleben ist. Die Propaganda für das Münchner Konzert stammt aus dem Douze Studio.

Der schlanke TIKI-Surfer auf dem neuen Lombego Surfers Poster entstammt der Feder von Mathias vom Wildsmile Studio. Gedruckt wurde das Poster mit 3 Farben auf schwerem Karton, schwarz wie die polynesische Nacht. Die Show war der letzte Gig im Rahmen der ColoredGigs Postershow in Dresden. Dass die Ausstellung und der Verkauf ein riesen Erfolg waren und wir bereits eine Neuauflage planen, sei an dieser Stelle nur kurz erwähnt.

Der Knüller dieser winterlichen Konzertsaison sind zweifelsohne die Gigs der Amerikanischen Superband Them Crooked Vultures, die sich erst im Jahr 2009 gründete. Sänger und Gitarrist Josh Homme (Queens of the Stone Age, Kyuss), Bassist, Mandolinespieler und Keyboarder John Paul Jones (Led Zeppelin) und der Schlagzeuger Dave Grohl (Foo Fighters, Nirvana) zerlegen den Rock in seine Einzelteile und schrauben ihn in ungehörter Weise wieder zusammen. Das Poster für die Berliner Show ist sehr aufwendig gezeichnet und mit vier Sieben in drei verschiedenen weißen Abstufungen und einem Lack auf dunklen, schwarzen Karton gedruckt.  

 

 

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Dieser Herbst wird bunt!

Und zwar so richtig! Nach zwei Postershows beim Osloer OYA Festival bringen wir ausser dem nordischen Wetter auch Tonnen neuer Poster in Eure Stadt: vom 19. September bis 2.Oktober gibt es eine Ausstellung in der Galerie Night Walk in Berlin Kreuzberg, sozusagen als WarmUp fuer die Flatstock Europe, die im Rahmen des Reeperbahnfestivals vom 24. bis 26. September auf dem Hamburger Spielbudenplatz stattfindet und zu der Posterkünstler aus aller Herren Länder ihre gesiebdruckten Musikinterpretationen feilbieten. Parallel dazu präsentiert die Galerie Auf Halb Acht die Squeegeedragger Groupshow. Nähere Informationen dazu findet Ihr Hier. Dann zieht ein grosser Teil des Zirkus weiter nach Dresden um pünktlich ab dem 30. September die Pforten der Galerie Treibhaus sowie der Groovestation fuer die ColoredGigs Postershow aufzustoßen. Zugesagt haben: Jay Ryan und Diana Sudyka, Lil Tuffy, Guy Burwell, Crosshair, Wildsmile und das Douze Studio mit mir. Mich wird man an dem Kasten Radeberger Bier erkennen, auf dem ich versuche, mich nach den Strapazen der letzten Wochen auszuruhen.

Und nun wieder ein paar Hintergrundinformationen zu den neuesten Postern im Shop: Die Dresdner Lokalmatadoren Robert and the Roboters ziehen sich mit vollen Taschen, einer neuen Datsche und vergoldeten Zähnen in den wohlverdienten Musikerruhestand zurück. Natürlich nicht, ohne sich mit einem letzten Konzert gebührend von ihrem Fan verabschiedet zu haben. Ich hab dann als Aufmerksamkeit meinerseits mit feuchten Augen ein paar Poster gedruckt – wovon jedes einzelne eine Traene abbekommen hat. Wer sich ein Poster kauft, darf damit machen was er will... z.B. aufmerksam ueber sein Poster lecken – dann wird er sie finden – die salzige Stelle...

Na und dann waren da noch Clutch – die am Ende ihrer Tour fuer ein geniales Konzert die Hauptstadt streiften, um uns ‚Krauts‘ eine heftige Lektion in Sachen Rockmusik zu erteilen. Kurz war ich geneigt, für das Poster Motorenöl durch das Sieb zu drucken. Dann hatte ich aber meinen Greenpeace Aufkleber im Blickfeld und verzichtete postwendend auf dieses Experiment.

Es war noch nicht mal an Quark im Schaufenster zu denken als diese Band unseren Müttern extatisches Geschrei entlockte und die Hüften unserer Väter ... ich will nicht dran denken... Ich will auch den Bandnamen nicht erwähnen – das Motiv meines neuen Kunstdrucks lässt keinen Raum für falsche Spekulationen. Mit fünf Farben, in einer mini-Auflage von nur 36 Stück gedruckt. Demnächst zu betrachten und dann auch kurz zu erwerben im Hamburger Beatlemania - Museeum!

Steter Tropfen stört den Schlaf. Ja, auch die Veranstalter und Macher von, na ja, jedenfalls der Definition nach - E-Musik – kommen nicht mehr ohne Neid an Siebdruckdesigns vorbei. So gestaltete ich erstmals eine Saison lang die Premierenplakate der Staatsoperette Dresden. Die Ergebnisse und einiges Andere mehr koennt Ihr wie gewohnt in der Galerie betrachten. Damit bin ich schon bei der Letzten Neuigkeit: viele neue Bildergalerien sind jetzt auf meinem Flickr Account umgezogen. Feel free to flick!   

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..And you will know us by the Trail of Dead

Ein ganz langes und hartes Stueck auf diesem Weg sind wir hier in der Douze-Druckwerkstatt gemeinsam gegangen. Wir haben viele Hoehen und Tiefen erlebt, Seuchen ueberstanden und viele Haare gelassen. (der Weg in Bildern in der Galerie) Aber „Was zaehlt ist was bleibt“ und in unserem Fall ist es das Neueste, von Lars P. Krause aufwendig und  detailreich gezeichnete und colorierte, mit sechs Sieben - eines davon mit ½ Kilogramm Kupferspaehnen - von Hand gesiebdrucktes Poster. Es gibt vier Varianten, von denen aber nur zwei hier im Douze Shop zu erwerben sind:  Die Gig-Auflage (96 Stueck) auf schwerem grauen Karton und eine Hand voll Artist Proofs (32 Stueck)  mit extra angemischten Farben auf sandfarbenem schweren Karton. Die anderen Auflagen sind ein Druck auf dezent-roten Karton, als OMG-Edition (12 Stueck), ausschliesslich bei Posters and Toys erhaeltlich, und ein Druck auf hellblauen Karton – die Flatstock Edition (35 Stueck). Die wird exklusiv bei der naechsten Flatstock, am Reeperbahnfestival-Wochenende im September in Hamburg zu haben sein. Und Achtung: Die ersten 30 Besteller (pro Adresse – nicht pro bestelltem Poster!) erhalten ein Set mit vier gesiebdruckten Handbills, eines pro Auflage, des selben Motivs – signiert und nummeriert – kostenlos dazu. Das ist Discount.

Fuer alle, denen die inflationaere Verwendung von Farben im oeffentlichen Raum schon mehr als genug ist und die es zuhause dann lieber schwarz/weiss haben: Durch nur zwei Siebe wurde dieses „Ding“ auf das Monochrome Poster gepresst. Ein transparentes Silber, auf schwarz und weiss gedruckt, erzeugte die verschiedenen Schattierungen, die dem Fototransformer die noetige Tiefe besorgen...

Wem das Poster fuer das exklusive Klavierkonzert des Amerikaners Dustin O’ Halloran bekannt vorkommt muss selber oeffter Notenbuecher in der Hand halten. Das Poster im Look des Standardcover wurde mit zwei Sieben auf grau melliertem Karton gedruckt. Wer erraet um welche Noten es sich hier ganz genau handelt bekommt ein Poster gratis...

Und wenn man sich in Dresden ganz flach auf den Boden legt und den Skatern unter das Brett guckt wird man auch hier ein neues Design entdecken. Lars’ neues Deck zeigt Dresden wie es vielleicht ohne Krisen ausgesehen haette. Mindestens aber gibt es jetzt eine Chance ungeschoren eine ordentliche Schramme in Dresdner Sandstein zu karren. Sehr huebsch! Hier im Shop gibt es auch ein paar wenige der stark limitierten Decks zu erwerben. Die Freunde vom 1952 Skateshop nehmen Ihres sogar mit ins Bett...  

  

 

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Zwei dutzend Siebe...

Subways...wurden beschichtet, belichtet, ausgespuehlt und gedruckt. Davor mussten von unzaehligen Zeichnungen ebenso 24 Filme hergestellt werden. Von verbrannten Kalorien beim Drucken mit dem einarmigen Banditen, (wie ich den kleinen Handhebeldrucktisch neulich taufte, nachdem ich mir zum Xten male eine noch nicht sooo schlechte Hose an ihm aufriss) will ich gar nichts schreiben, das muesste man sowieso mal ausrechnen... Vom Dresdner Stollen, der Weihnachtsganz mit Rotkohl und Kloessen ist jedenfalls fast nichts mehr uebrig... In Auflagen von nur 60 bis 100 Stueck entstanden in den letzten Wochen fünf neue Poster: zB. fuer die Kunstrocker Dead Science, die ihre (geniale!) Musik irgendwo zwischen Marvel Comics und Wu Tang Clan einordnen. Passt. Zum Thema Tote Wissenschaft koennte man nun unendlich phantasieren oder es grob mit Alberts Bombe visualisieren – erschien mir so am logischsten. Spectery, alias Gregor Koerting – wer diesen Blog verfolgt weiss: er ist unser Mann in Shanghai – tauschte fuer sein Monster Magnet / Nebula Poster den Pinsel mit der Zahnbuerste. Was dabei rauskam ist ein einzigartiges Punktraster fuer die zahlreichen Schattierungen, die sein Monster jetzt sehr nebuloes im Garten stehen lassen.

Was mir jetzt beim Designen vom Tomte Poster so alles durch den Kopf gegangen ist, will ich hier nicht ausbreiten. Aber wenn man nur lange genug drauf schaut ist das auch gar nicht mehr noetig. Wie Schuppen faellt es von den Augen... Sehr aufwendig gezeichnet, sieben Farben auf 100 Stueck 390g/qm Karton gedruckt. Auf diesem Karton druckt der BND sonst seine Karteikarten...

...und die Karteikarten fuer die Kriminaldirektion Koblenz/Abteilung Kapitalverbrechen koennten auf orangenem Karton gedruckt sein! So wie das Blackmail Poster, dass auch sehr aufwendig gezeichnet und mit fuenf, teilweise stark lasierenden Farben durch das Sieb auf den Karton „gepresst“ ist. Gepresst passt bei Blackmail einfach besser. Ach ja, und wieder einmal hat sich eine Band am Vorabend eines von Douze besiebdruckten Gigs aufgeloest...

Bis dahin haben The Subways noch etwas Zeit, die sie sich mit ausgedehnten Konzertreisen vertreiben und sich damit wahrscheinlich die Herzen – oder Ohren von tausenden Zuhoerern erschleichen. Aber Achtung, nicht gegenseitig die Poster wegnehmen – daran ist auf Dauer schon manch Rockerfreundschaft zerbrochen...

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Sieben neue, limitierte Siebdruck Poster im Douze Shop

Ca. 12 Liter Farbe haben wir in den letzten Wochen auf hunderte Papiere, Pappen und reichlich Karton gedruckt und damit allerlei Waende, mit einer Flaeche, insgesamt so gross wie zwei Fussballfelder bekunstet. Naja, Hallenfussball vielleicht. Nach 7 Tagen und 7 Sieben erblickte das 2008er QOTSA Poster das Licht der Welt. Es ist sehr aufwendig und detailreich gezeichnet und mit goldenen und lasierenden Farben in vielen Schichten uebereinander gedruckt. Es ist in verschiedenen Variationen zu haben, z.B. einer auf transparentem Silberpapier, besonders wirkungsvoll mit Hintergrundbeleuchtung.Die wirren Kabel an einem modifiziertem Moog Syntie lassen den geuebten Betrachter den Schriftzug Chemical Brothers entdecken. Von diesem Poster wurden mit vier Sieben gerade mal 80 Stueck gedruckt.Smudos Leidenschaft in einem mit Biotreibstoff angetriebenen Beatle, rasend schnell im Kreis zu fahren, wurde auf dem 2008er Flatstock Hamburg Poster geblitzt. Denn beim diesjaehrigen Reeperbahn Festival rockte das Smudo DJ Set fuer Laut gegen Nazis und Viva con Aqua, die zumindest auf dem Poster auch Sponsoren seines Biobeatle sind. Wer Iggy Pop einmal wie von Stromstoessen aus einem Defibrillator getrieben ueber die Buehne zucken sah, kann sich kaum vorstellen, dass dieser Mann demnaechst sein 50. Buehnenjubilaeum feiert. In diesen Jahren hat er wohl alles ausprobiert was der Rock’n’Roll ihm in die Finger gespielt hat. Das steht jetzt jedenfalls so in seinem Gesicht geschrieben, welches von mir mit tausenden kleinen Punkten gezeichnet und von uns mit drei Sieben (Weiss und Lack) auf schweren, schwarzen Karton zum Iggy and the Stooges Poster gedruckt wurde. Fotos dazu koennt Ihr in der Bildergalerie flickrn. Auch die werte Stammkundschaft aus der Hauptstadt hat die Fangemeinde dieses Jahr mit einem gesiebdruckten Tourposter beglueckt. Die Beatsteaks sind bekannt fuer die Loyalitaet Ihren Rowdies gegenueber – da wird naemlich noch zugepackt bevor der Rock dann losgeht. Solange nach dem Konzert noch ein Buehnenarbeiter nicht den letzten Meter Kabel aufgewickelt hat, macht sich keine Bulette ein Bier auf! Noch nicht soviel Geschleppe gibt’s bei den hoffnungsvollen Jungrockern 1000 Robota, die angetreten sind die Hamburger Schule in ein neues Level zu heben. Hier kann ich nur wuenschen, dass die auch mal in Eurer Stadt aufmarschieren… TIP! Alle Jahre wieder hinterlassen die Melvins nach Ihrer Tour um die Welt eine Spur der Verwuestung – und bunte Waende. Sobald sich die Band einer Stadt naehert, werden dort in kleinen, dunklen Siebdruckereien die Bleistifte gespitzt, Farbe geruehrt und es laufen die Rakel heiss. Douze betreute neben Dresden dieses Jahr auch Muenchen, Prag und Paris. Ein altes Werbeplakat wurde seiner urspruenglichen Werbebotschaft beraubt und umcodiert. Fuenf Siebe wurden dann mit aufwendigen Zeichnungen belichtet um dann auf fuenf verschiedenfarbigen Kartons Ihre Farben zu hinterlassen. Auch hier gibt’s ein paar Bilder in der hauseigenen Galerie zu blaettern…

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Keine Ahnung was fuern Zeug sich Blogger in ihre Kornflaks rühren, jedenfalls kann ich diese Energie, regelmaessig ueber Neuigkeiten Douzeseits zu berichten, einfach nicht in gewuenschtem Rhythmus aufbringen. Heut Frueh hab ich mir dann mal stark ueberlagerte Rumkugeln ins Muesli pueriert, und siehe da, ich tippe:

Ofenheiss im Shop: Gift Cards! Beschenkt Eure Lieben doch mit der Freiheit sich selbst zwischen Tom Petty und Unsane entscheiden zu muessen. Zur Einfuehrung gibt es in den naechsten Wochen ab einem Bestellwert von 60 Euro noch eine Gift Card im Wert von 12 Euro gratis dazu.

„I love to do sexy thing over and over again“, sagte Andrej Warhola aus Miková zum Thema Siebdruck und beglueckte die Welt etwas spaeter mit reichlich Suppendosen... Fuer The Mars Volta habe ich mal das Band Maskottchen, einen Duracell Hasen, seziert und dessen Seele, eine R20 Batterie zum Thema meiner Serie gemacht. Und wie schon Andy W. empfiehlt :„4 are better than one“. So entstanden 4 verschiedenfarbige Poster, die natuerlich auch einzeln reichlich Energie verstrahlen.

Nun da die Textzeile „Is there a ghost in my house“ auch dem letzten Bildungsverweigerer vom Unterschichtenradio uebersetzt ward, kann ich ja hier anknuepfen und biete Schutz gegen ungeladene, nicht stoffliche Gaeste: Ueber der Tuer auf dem neuen Band Of Horses Poster haengt ein umgekehrtes Hufeisen… Hat man ein solches Poster unterm Bett, wird sich nie wieder ein Geist an eurem Kopfkissen vergreifen, da Gespenster solche Orte tunlichst meiden! Weitere Details auf dem Poster haben aehnlich praktischen Nutzen.

Als sich Ende 2006 die legendaeren Dead Moon trennten, gaben sich tausende treue Anhaenger den goldenen Schuss in die Cola um Anfang 2008 verkatert festzustellen, dass es doch noch ein Morgen gibt: Pierced Arrows halten in den Rockklubs der Welt jetzt mit neuem Schlagzeuger dem Garagepunkrockcountrie die Stange. In Berlin dann mit den nicht weniger legendaeren Beasts Of Bourbon, die sich – Achtung, Alkohol ist keine Loesung – noch am selben Abend ihrerseits aufloesten... Das Poster zur Show zeigt euch mal ganz genau, welche Gepaeckstuecke man selbst als Rocker von Welt partout nicht durch die Flughafenkontrolle bekommt.

Ja, und der Aufloesung einer Band Namens Revolta verdanken wir die Entstehung eines Kults: Rage Against The Machine, die im Juni mit den nicht minder systemkontraeren Anti Flag in der Spandauer Zitadelle eine astreine Revolution vom Zaun brachen. Ich wuerde da nicht unbedingt meinen Maibach vorm Eingang parken. Passend zu dieser Zuendung ist das Poster eine gesiebdruckte Collage des Lebens in unserer westlichen Welt... Denn: pro Kiste Krombacher gibts nen Quadratmeter Regenwald gerettet und Che-Shirts gibt’s mittlerweile bei H&M...

In der Abteilung Douze-Gebrauchsgueter war man auch nicht untaetig, und so entstand fuer den Skateshop des Herzens 1952 ein Neues Deck. Geilstes Material aus der Weltraumforschung wurde dem Rennteil nachgesagt, aber hier luefte ich nun das Geheimnis: Highspeed Siebdrucklack verleiht dem Deck diese gnadenlose Beschleunigung! Es war aber auch blitzschnell ausverkauft. Nun denke ich schon ueber Deck Nummer Vier nach.

Und da sich Trikotagen fuer die Jungrocker von Tokio Hotel wie geschnittenes Brot verkaufen, wurde auch hier was Neues entworfen. Das zischt nur kurz im Shop, und die Nikkis sind schon wieder knapp... Und weil nach Europa und Asien jetzt auch Amerika durch Deutschrock heim ins Reich geholt wird, und auf den Shirts von nordamerikanischen Kids fuer gewoehnlich viel mehr Platz fuer Gestaltung ist, wird auch schon fleissig an einem dritten grossen Rock-Art-Shirt gezeichnet.

Apropos Amerika: Vom 18. Juli bis 20. Juli tapezieren wir Chicago. Die Flatstock 17 baut ihre Zelte beim diesjahrigen Pitchfork Festival auf, und das Douze Studio wird dort vertreten sein. Ende September, vom 25. bis 27ten, wieder fuer drei Tage Flatstock auf Hamburgs Reeperbahn! Die Astra Brauerei hat ihre Produktion bereits hochgefahren…

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Man, ich bin schonwieder knapp dran, deshalb ohne Schmus gleich auf‘n Punkt: Für ein paar Wochen könnt Ihr jetzt Drei Poster zum Preis für Zwei im Douze Shop bestellen. Bestellt Ihr also zwei Poster, egal welche, auch zwei gleiche sind möglich, könnt Ihr Euch ein Drittes aus dem 3for2-Sortiment dazu aussuchen. Das dritte Poster erscheint nicht auf der Rechnung! Da das fürs Erste nur ein Test ist, können wir nicht sagen wie lange diese Aktion dauern wird. Noch ein Tipp für Pfennigfuchser: das Ganze gilt auch für größere Bestellungen, zb. 6 für 4 oder 9 für 6... Also: nicht lange Abwarten und die neuen Lieblingsposter bestellt... Unsane oder Beatsteaks für die Küche, Bohren and the Club of Gore in den Keller, und dann ist noch ein Poster für über die neue HiFi-Anlage drin:Stereo Total gefällig, das mit einer 3D-Brille geliefert wird? Hält man das Poster vor sich und schaut durch die rot/cyan separierende Brille auf den dreifarbigen Siebdruck, hebt sich der abgebildete Kopfhörer ca. 12(!) cm von seinem Hintergrund ab. Die Tapete vor der der Kopfhörer schwebt hält auch noch die eine oder andere kleine Ferkelei für den geneigten Betrachter bereit. Apropos Bereit. Seid Ihr bereid für Gypsie-Punk ala Gogol Bordello? Als Gogol in New York ankam, fand er da einen aus den letzten Löchern pfeifenden Underground vor. Rock war Mainstream. Grunge mittlerweile sooo Yesterday und für Elektro der Strom zu knapp. Bordello brachte den Szenehungrigen neuen Zuckstoff. Jetzt erobert er vom Big Apple aus den Rest der Welt. Für den Hamburger Gig wurde er mit einer Schmiererei auf einem Pixelelvis verewigt. Gedruckt mit Schwarz, Silber und tagesleuchtendem Pink-Orange. „Save the Screen“ hat nichts mit dunklen Bildschirmen zu tun, sondern vielmehr mit der dunklen Seite der Macht. Unser Studio hat in regelmäßigen Abständen damit zu kämpfen, Staatsbeamteten Finanzfachleuten den Unterschied zwischen Kunst und Kommerz zu erklären. Als hätten wir die Bank an die Wand gefahren. Und um nun komplett zu verwirren gibts jetzt aus dem Hause Douze auch Feuerzeuge, Aufnäher und natürlich - T-Shirts Aber wie immer, alles streng- und knapp limitiert. Von dem chrom-polierten-Zippos gibts z.B. nur 12 Stück...gehört seit den ersten Stunden des Dresdner Douze Studios genauso zur Grundausstattung der Werkstatt wie Farbe und Papier Manueller Siebdruck ist mindestens so schweißtreibend wie eine Straße durch die Sahara zu teeren. Nach einer durchgedruckten Nacht gab es bei Radeberger dann schon mal Lieferschwierigkeiten. Mit dem neuen Poster für die Radeberger Exportbierbrauerei sind wir jetzt einer Standleitung aus dem Nachbarstädtchen ein beachtliches Stück näher gekommen.Nuklear Blast ist 25 geworden und Warner gratuliert herzlich dazu... Lars gestaltete den Award: Eine XRay-Mutation aus Betty Page und Dita von These ist das Endprodukt dieser unkontrollierten Kernschmelze. Heiss! Get a Clue Design (US) designte das Poster zur Europatour von Stars of the Lid, die mit minimalistischem Ambient fast klassische Frequenzen erzeugen. Das ist Nichts zum Feiern. Schon nach der halben Tour waren 100 Poster ausverkauft, sodass noch einmal 66 Stück in variierten Farben nachgeordert wurden. Einige, ganz wenige Artist-Proofs gibts noch hier im Shop. Ach ja, und die erste Version davon wurde prompt Gigposter des Monats . Das freut den Chef natürlich besonders, ist es doch nach Franz Ferdinand und den Rämouns schon das Dritte aus dem Hause Douze. Und...vielleicht gibt es in Zukunft weitere Get A Clue Designs!? Ray Collins designte höchstselbst das Poster zu seinem Dresdner Gig mit dem Hot Club in der GroovestationEinige wenige sind noch im Douze Shop erhältlich. Bleibt uns noch euch einen Stilvollen Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Wir werden dort auf Euch warten. Und - Nein! Auf allen Vieren nach neuem Bier bellen hat keinen Stil...
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Neulich auf der FLATSTOCK (später mehr dazu...) schnappte ich in einem Gespräch einen Wortfetzen auf: „...alles nur schwarz & weiss...“ – Philosophischer ist „Ein bisschen schwarz macht Weisses weisser“. So meine These. Denn der höchstmögliche Kontrast sorgt in Zeiten von „mit Photoshop die Sau rauslassen und Drucken Knöpfchen drücken“ für mindestens genauso viel Aufsehen wie ein in leuchtenden Farben darniedergedrucktes Siebdruckposter. Und wenn dann wirklich noch ein Perlmutlack oder eine Leuchtfarbe die Lücken vollkracht ist der Pop auf die Augen kaum noch auszuhalten. Eine oder wenige Farben auf das Poster zu drucken wird aber zumindest in unserem Hause die Ausnahme bleiben. Nach besonderer Disziplin in Sachen „Einfärben“ schrie der neue Druck zum Konzert von Bohren & the Club of Gore. Die finsterste Band der Welt betört ihr Publikum in absolut abgedunkelten Clubs mit sonderbarem Jazz-Core und das in gefühlten 12 BPM. Antrazit auf schwarzen Karton schienen mir als vollkommen ausreichende Farbigkeit. Es entstanden fünf neue Poster für die Kultband Unsane, deren Entscheidung bizarr blutige Polizeifotos auf die Plattencover zu nehmen, die Kreativität der Posterdesigner langfristig beeinflusste. Wir machen da keine Ausnahme. Der Messerblock für das Prag Poster entstand in Anlehnung an die gern besuchte Küchenzubehör-Abteilung einer global engagierten Möbelhauskette. Wirklich interessant aber ist alles, was auf dem schwarz/weiss–Poster nicht zu sehen ist. Die französische Künstlerin TANXXX aquirierte für beinahe alle Europakonzerte der Band Posterkünstler. Insgesamt druckten wir im Dresdner Studio Poster für fünf Shows. Michael „Spacke“ Kraemer designte für die Show im Dresdner Star Club, Christoph Köhler übernahm die Show im Jenaer Rosenkeller, Ignacio Serrano die Show in seiner Heimatstadt Madrid und das Poster für Barcelona kommt wie das Prager Poster ebenfalls aus meiner Stiftekiste. Allesamt in kleinen Auflagen von Hand auf die edelsten Papiere gedruckt. Schon etwas länger zurück liegt das diesjährige Queens of the Stone Age–Konzert in der Berliner Columbiahalle. Das dem Jugendstil angelehnte Poster wurde teilweise wieder mit glitzernden Farben gedruckt. Diese Pigmente verleihen ihm bei richtiger Beleuchtung einen beeindruckenden Schein. Parallelen zum aktuellen Albumcover sind offensichtlich. Aber der spezielle Bezug zum Berliner Konzert wird erst nach genauerer Betrachtung deutlich... Das neueste Beatsteaks–Poster entstand grob nach dem Muster eines Messeplakats aus den 20er Jahren. Das riesige Konzert am Dresdner Elbufer erschien mir passgenau geeignet endlich meinen lang gehegten Rip-Off-Plan umzusetzen. Eine Eyepop–Postershow organisierten Stephan Wolters und seine Dirk vom Bonnstomp zur zehnten Auflage dieses Kultfestes. Sehr gute Musik, gute Speisen und Getränke aus der Frittebud nebenan und eben Poster, Poster, Poster... Unter anderem zu sehen gesiebdruckte Konzertankündigungen von Fritte, Slowboy und Götzilla. Sicher gibt es auch nächstes Jahr wieder ein neues Eyepop. Ein echter TIP! FLATSTOCK–Postershows sind in America längst der Inbegriff für PosterArt geworden. Musikfans und Postersammler schätzen die konzentrierte Präsentation von verschiedensten Siebdruckpostern und deren Macher. Dieses Highlight in Sachen Postershows fand genau ein Jahr nach der ersten ihrer Art in Europa, am selben Ort, der Hamburger Reeperbahn zum diesjährigen Repperbahnfestival statt. LilTuffy, Crosshair, Casey Burnes aber auch die Leute vom Vera oder Fritte waren vor Ort um die Posterkunstfahne hochzuhalten. War die Show diesmal aufgrund verspäteter Bekanntmachung auch etwas kleiner als ein Jahr zuvor, so war sie doch ein Riesenerfolg und die Veranstalter und das American Poster Institute denken schon jetzt eine 2008er European Flatstock nach. Ein paar Bilder vom Inbeded Posterartists in der Galerie... Na und weil Ihr alle wieder so artig bis zum Schluss gelesen habt, hier noch eine Ankündigung: Zum Jahresende wird es wieder einige Postersets 3for2-Preisen geben. Nähere Infos dann direkt hier... Rock On, Lars P. Krause.
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